Mai
Ich sitze unter dem Ahornbaum im Garten und staune ins grüne Blattwerk. Eingetaucht in die Grüntöne blinzle ich aus dem Schattenspiel ins gleissende Sonnen-Licht. Die Sinne sind erfüllt von betörenden Düften, von einer verspielten Formenvielfalt und vom Jubilieren der neu erwachten Natur. – Natur, das bin ja auch ich. In dieser Verbundenheit breitet sich die allgegenwärtige Mai-Freude auch in mir aus. Und mit der Freude beginnt auch die Sorge zu keimen. Bald ist dieser schöne Moment wieder vorbei, es werden Sommerhitze oder Gewitterregen kommen und die Blütenpracht beenden. Die Vogelkinder werden ihre Nester verlassen, die Schwalben wieder fortziehen in
